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Kjeld Werner Jensen auf der Messe

Geschichte

 

Unternehmensgeschichte

 

Die Firma Hydrema ging 1959 aus dem Unternehmen Kyed og Jensen hervor, das sich mit der Planung von Fernwärmeanlagen und der Herstellung hydraulisch betriebener Anbaugeräte beschäftigte. Der von Kjeld Werner Jensen geleitete Betrieb verfügte über eine kleine Werkstatt (120 m²) in Aalborg. Drei Jahre später wurde der Fertigungsbereich für die Maschinen, die zu Grabarbeiten und Düngerausbringung gedacht waren, nach Støvring ausgelagert, wo das Werk noch heute zu finden ist.
 

„Fantomet” hieß das erste Gerät, das sich an Traktoren anbauen ließ. Es war für das maschinelle Ausbringen von Mist etc. gedacht und ersetzte zunehmend die bis dato gebräuchlichen Mistgabeln.

Die Hydrauliktechnik, die in den 50er-Jahren des vorigen Jahrhunderts Fortschritte machte, stand für den Firmennamen Hydrema Pate (HYDRauliske Entreprenør MAskiner).
Damit war der Grundstein für die Geschäftsidee „Entwicklung, Fertigung und Vertrieb hochwertiger hydraulischer Maschinen zu angemessenen Preisen“ gelegt. Seit jeher hat man es im Unternehmen für wichtig und notwendig erachtet, eine eigene Produktentwicklung und Vertriebsorganisation zu unterhalten.

 

Nach dem Umzug im Jahre 1962 von Aalborg nach Støvring verfügte Hydrema über 15 Beschäftigte und einen 320 m2 großen Fertigungsbereich. Bereits 2 Jahre später erfuhr man aus dem Lokalblatt – Überschrift: „Technisches Abenteuer in Støvring“ – dass das Unternehmen auf 26 Beschäftigte und 900 m2 Nutzfläche angewachsen war. Seither wurde der Fertigungsbereich in Støvring kontinuierlich auf gegenwärtig 25.000 m2 erweitert. Heute ist Hydrema das landesweit einzige Unternehmen, das größere Baumaschinen herstellt. 


Das Familienunternehmen wird in der zweiten Generation seit 2000 von dem Sohn Jan Werner Jensen geleitet.  

 










Die Maschinen


Am Anfang der firmeneigenen Produktentwicklung stand das Modell „Fantomet”, ein hydraulisch betriebenes Anbaugerät mit Mistgreifer und Schaufel, das 1959 auf den Markt kam. Es hatte einen Schwenkbereich von 315o, doppelt wirkende Zylinder und Schaufel und Greifer, die sich schnell austauschen ließen. Anfangs wurde es an die Traktoren angebaut, die auf den landwirtschaftlichen Betrieben vorhanden waren, ab dem Jahre 1964 jedoch an dänische Traktoren der Marke Bukh. Abgelöst wurde Fantomet von dem Modell „C“, einem Kombigerät mit Lade- und Grabeschaufel. Neu daran war, dass sich das Grabegerät an zwei Konsolen aufhängen ließ, je nach Arbeitsaufgabe – in oberer Position zum Aufladen des Stallmistes und in unterer Position für Grabarbeiten. 

 

Als die Traktorenherstellung von Bukh im Jahre 1968 eingestellt wurde, musste von Hydrema eine andere Lösung gefunden werden. Man entschied sich für Volvo-Traktoren, die während der nächsten 12 Jahre mit Hydrema-Modellen ausgestattet wurden. Die Problematik mit wechselnden Traktoren wird dadurch deutlich, dass man das Modell Hydrema R12 im Laufe von 3 Jahren auf zwei Modelle der Marke Bukh und eines der Marke Volvo abstimmen musste.

 

Beim 1970 herausgebrachten Modell V7 handelt es sich um eine Neuentwicklung, weil es mit dem Volvo 621 (Volvo 650) möglich wurde, Traktor-Grabmaschinen mit Konverter zu fertigen. Der Trend führte weg von der am Traktor angebrachten Grabschaufel hin zur Ladeschaufel mit den spezifischen Eigenschaften.

 

Im Jahre 1975 wurde das Prinzip des seitlichen Versatzes vorgestellt, das einen Schwenkbereich von 280o ermöglichte, und somit eine integrierte Arbeitsfunktion bieten konnte.
 

Um das Problem mit wechselnden Traktormodellen in den Griff zu bekommen, kam 1980 der erste Baggerlader mit Knicksteuerung auf den Markt, mit dem völlig neue Wege beschritten wurden. Mit dem Gelenk waren nicht nur seitliche, sondern auch auf- und abwärts führende Bewegungen möglich. Auf diese Weise verfügte das Fahrzeug trotz zweier Starrachsen über eine hervorragende Geländegängigkeit. Das Modell 805/807 war Konkurrenzmodellen weit voraus, und seit 1980 entwickelt und fertigt Hydrema Maschinen mit werkseigenem Chassis, was den Erfolg bis heute gesichert hat.
 

Dass die Serie 800 ihrer Zeit voraus war, beweist die Tatsache, dass das britische Militär Mitte der 80er-Jahre ganze 350 Maschinen des Modells 806 erwarb.

 

Im Jahre 1996 wurden 12 Minenräumfahrzeuge gemeinsam mit dem dänischen Militär konzipiert, von denen zunächst 12 Exemplare gebaut wurden. Heute gibt es über 50 dieser Fahrzeuge, die in aller Welt zum Nutzen der dort lebenden Menschen im Einsatz sind.
Ebenfalls im Jahre 1996 wurde ein Werk in Weimar erworben. Dadurch konnte das Angebot an Baggern und Baggerladern mit Knicklenkung um das Doppelte erweitert werden.

Im Jahr seines 50-jährigen Bestehens macht das Unternehmen mit der D-Serie erneut deutlich, dass es erfolgreich als internationaler Konzern agiert.
 

 
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